WIRTSCHAFTSSTRAFRECHT

Insolvenzstrafrecht

Strafrechtliche Verfahren im Bereich der Insolvenzdelikte stellen zahlenmäßig den größten Teil der Wirtschaftsstrafverfahren dar. Dies hat einen einfachen Grund: jede Insolvenzakte wird von der Staatsanwaltschaft auf Insolvenzstraftaten überprüft. Hierbei werden in immerhin ca. der Hälfte der Insolvenzverfahren Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Ungerecht ist dabei vor allem, dass der Gesellschafter/Geschäftsführer, der am längsten für den Bestand seines Unternehmens kämpft, am gefährdetsten ist, bei seinen Bemühungen zugleich gegen strafrechtliche Bestimmungen wie insbesondere die strenge Drei-Wochen-Frist zur Insolvenzanmeldung nach § 64 GmbHG zu verstoßen.

In der Phase der Krise bestehen zahlreiche Möglichkeiten, durch kompetente Beratung die strafrechtlichen Risiken des Unternehmers zu minimieren. Je früher hier externe strafrechtliche Präventivberatung in Anspruch genommen wird, je wahrscheinlicher ist, dass das Sanierungskonzept auch im Falle einer Insolvenz kein strafrechtliches Risiko birgt und keine berufsrechtlichen Konsequenzen drohen. Der Bundestag hat durch das am 25.06.2008 verabschiedete „Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen“ (MoMiG) die fünfjährige Geschäftsführersperre u.a. auf die Insolvenzverschleppung ausgeweitet.

Ufer Knauer Rechtsanwälte besitzen die Kompetenz, die entscheidenden Risiken aufzuzeigen, aber auch in der Individualverteidigung des Unternehmers die richtige Strategie zur möglichen Verfahrenseinstellung einzuschlagen, um zudem berufsrechtliche Konsequenzen auszuschließen.